«Hier und Jetzt»: der Blog

Trübe Gedanken einfach wegwalken

_PREV_GERALDINE_MAY_686Körperliche Aktivität hat viele positive Effekte, auch auf Angsterkrankungne und Depressionen wirkt sie sich günstig aus, wie Prof. Dr. phil. Markus Gerber vom Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel an der Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Angst und Depression (SGAD) berichtete.

Insbesondere depressive Frauen profitieren von mehr Bewegung. Der Wermutstropfen: Mit nur gelegentlichem flotten Joggen oder Walken ist nicht getan – zwei bezweckungsweise drei Stunden pro Woche, je nach Aktivität, sollten es schon sein.

Aber das ist doch machbar, oder? – Und zu lohnen scheint es ich auch.

Wenn es niesst und fliesst – Erkältungskrankheiten

 

Wir alle kennen das: es ist kalt, wir sind müde, beruflich und privat eingespannt und dann kommt’s. Ein paar Niesser, eine fliessende Nase, Unwohlsein. „Auch das noch“ denken wir. Wie kommt es, dass uns Erkältungen immer im ungünstigsten Zeitpunkt einholen?

Die Anfälligkeit auf Erkältungen hat oft etwas mit einer mangelnden Infektionsabwehr zu tun. Nebst tiefen Temperaturen und nassem Wetter, sind wir meist zu sehr eingebunden. Wiederkehrende Gedanken, das Gefühl von Stress, vielleicht sogar zu wenig Schlaf und allgemeine Belastungen begünstigen eine Immunschwäche.

Erkältungskrankheiten sind überwiegend durch Viren ausgelöste. Ist der Körper einmal geschwächt, haben es Bakterien einfacher, in den Körper einzudringen und sich auszubreiten. Wenn zusätzlich zur Erkältungssymptomatik auch Beschwerden durch eine bakterielle Infektion hinzukommen, spricht man von einer Misch- beziehungsweise Superinfektion. Meist handelt es sich bei den Bakterien um Streptokokken, Staphylokokken oder Pneumokokken. Sie sind oft für allfällige Komplikationen verantwortlich.

Zu Beginn oder im Verlauf einer Erkältung treten unspezifische Beschwerden auf wie Frösteln, erhöhte Temperatur, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit und Kopf- oder Gliederschmerzen. Vor allem Kinder klagen gelegentlich auch über Fieber.

Die Folge von Schnupfen mit all seinen Symptomen, Kratzen und Trockenheitsgefühl im Hals als auch Schluckbeschwerden und Heiserkeit, genau das können wir nicht gebrauchen.

Tatsache ist, dass wenn eine Erkältung oder ein grippaler Infekt einmal Einzug gehalten haben, wir diese nicht so schnell wieder los werden. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als uns damit abzufinden und das Beste daraus zu machen. – So komisch das es klingen mag, aber packen Sie die Chance und stellen Sie ausnahmsweise SICH in den Mittelpunkt. Nebst guten Mitteln der Naturheilkunde, waren es schon immer die Ruhe und der Schlaf, die am meisten zur Genesung beitragen haben. Gönnen Sie sich eine Auszeit, versuchen Sie, Ihr Pensum zu reduzieren und lassen Sie die Seele baumeln. Vielleicht ist gerade jetzt der Zeitpunkt um sich einmal mit einer grossen Tasse Tee hinzusetzen und bewusst schöne Musik zu hören.

Nehmen Sie sich in einer Zeit der allgemeinen Hektik wenigstens zwei oder drei Tage in welchen Sie all Ihre Pflichten in den Hintergrund stellen. Nicht nur Ihr Körper, sondern auch Ihre Seele wird es Ihnen danken!

Wenn Sie Ihren Körper beim Genesungsprozess aktiv unterstützen möchten, so bieten sich folgende Tipps für den Eigengebrauch an:

 

  • Körperliche Schonung, viel Schlaf und genügend Flüssigkeitszufuhr (mind. 2 Liter)
  • Schüsslersalze Nummer 3 zu Beginn, dann Nummer 4 und später Nummer 6 (erhältlich in Ihrer Apotheke)
  • Heisse Kräutertees sorgen für die nötige Wärme von innen (Fenchel, Holunderblüten, Lindenblüten oder fertige Mischungen)
  • Ingwertee: frischer Ingwer mit heissen Wasser aufgiessen, Zitrone und einen Löffel Honig beigeben
  • Eine Hand voll Meersalz und evtl. Kamillenblüten oder Salbeiblätter in einem Topf mit heißem Wasser übergießen und etwas ziehen lassen. Mit einem Handtuch über dem Kopf möglichst nah an den Topf und tief durch den Mund einatmen und wieder ausatmen
  • Warme Halswickel: Kartoffeln kochen, zerdrücken, nicht so heiß aufgrund Verbrennungsgefahr in ein Taschentuch wickeln, um den Hals legen und mit einem Schal umwickeln
  • Feuchtes Handtuch auf die Schlafzimmerheizung damit die Luft über Nacht genügend feucht ist
  • Zwiebeln in Ringe schneiden und über Nacht in Kopfnähe stellen. Der Zwiebelgeruch lässt die Schleimhäute abschwellen
  • Und, nicht vergessen: Lassen Sie die Seele baumeln

 

Und wie schon Arthur Schopenhauer sagte: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ – Tragen Sie sich Sorge! – In diesem Sinne: Gute Besserung!

Written by geraldine

November 24th, 2016 at 11:23 am

Osteoporose – Brüchige Knochen

Osteoporose ist eine systemische Knochenerkrankung mit einer Verminderung der Knochenmasse und Veränderung der Mikroarchitektur des Knochens, was ein erhöhtes Frakturrisiko zur Folge hat. Die Knochendichte vermindert sich natürlicherweise ab dem 35. Lebensjahr um jährlich ungefähr 1 Prozent. Dies ist ein normaler Vorgang im Alterungsprozess. In den ersten drei Jahren der Menopause kann diese Abnahme bis zu 5 Prozent pro Jahr ausmachen, danach verlangsamt sich der Abbau.

Osteoporose kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden: Bewegungs- und vor allem in der Jugend Mineralstoffmangel, Vitamin-D-Mangel, erblich bedingte Veranlagung, hormonelle Veränderungen sowie Darmstörungen und bestimmte Medikamente. Besonders gefährdet sind Raucherinnen und Frauen mit sehr leichtem Körpergewicht.

Ziel einer guten Prävention ist, in jungen Jahren eine ausreichende Knochenmasse aufzubauen und den späteren Knochenverlust durch eine entsprechende Ernährung und Bewegung zu minimieren. Gerade  Ernährung und Bewegung sowie das Vermeiden von Stürzen spielen auch in der Therapie einer schon eingetretenen Osteoporose eine tragende Rolle.

Nebst der Zufuhr von genügend Calcium und Vitamin D (10-30 Minuten Sonnenlicht, 2 Fischmahlzeiten die Woche), sollte auch dem Magnesium (grünes Gemüse) sowie den Vitaminen C, E und K Beachtung geschenkt werden.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine mineralstoffreiche, überwiegend vegetarische Ernährung angezeigt ist. Zudem ist diese einer vorbeugenden Tabletteneinnahme vorzuziehen. Der Verzehr von reichlich Obst und Gemüse entsäuert den Stoffwechsel und enthält reichlich Phytoöstrogene, was den Knochen zugute kommen kann.

Kontinuierliche Muskelarbeit, auch die der Atemmuskulatur, wirken dem Knochensubstanzabbau entgegen. Mangelnde Bewegung hingegen ist für bis zu 40 Prozent des Knochenmasseverlustes verantwortlich. Regelmässige Gymnastik führt selbst bei alten Menschen noch zum Aufbau von Knochenmasse. Genauso wichtig oder vielleicht noch wichtiger als die Knochendichte sind (zwei Elemente in Aufzählung) der durch ein regelmässiges Training erreichte Aufbau bezweckungsweise Erhalt der Muskelstärke und ein guter Gleichgewichtssinn. Auch eine bessere Beweglichkeit schützt vor Stürzen und Knochenbrüchen.

Geben Sie sich einen Ruck und bewegen Sie sich regelmässig! Nebst dem, dass Sie sich danach aktiv und vital fühlen, haben Sie auch einen Grossteil Ihrer Muskulatur aktiviert und Vitamin D aufgenommen. Los geht’s!

Written by geraldine

October 12th, 2016 at 11:04 am

Verstopft. Wenn die Entleerung nicht läuft wie gewünscht.

Die sogenannte Obstipation kann in unseren Breitengraden schon fast als Zivilisationskrankheit bezeichnet werden. Vor allem Frauen leiden oft unter verzögerter Darmentleerung, geringer Stuhlfrequenz und harter Stuhlkonsistenz.

Wie unangenehme das ist, wissen alle, die schon einmal darunter leiden mussten. Dass der „Motor lahmt“, zeigt sich im Gefühl der Trägheit, der Härte oder Blähungen im Bauchbereich und teilweise auch in der persönlichen Verfassung.

Die häufigsten Ursachen für eine Obstipation sind funktionelle Störungen (psychische oder körperliche Beschwerden, Bewegungsmangel sowie nicht optimale Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. – Sollte sich zusammen mit der akuten Verstopfung auch Gewichtsverlust, Wechsel mit Diarrhö, sehr dünner oder blutiger Stuhl zeigen, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. – Ansonsten lohnt es sich, nicht nur zu den handelsüblichen Abführmitteln zu greifen, sondern auf wichtige „Selbstverständlichkeiten“ zu achten:

– Trinke ich täglich mindestens 1,5 – 2,0 Liter Wasser oder ungesüssten Tee?

– Bewege ich mich regelmässig?

– Wie sieht meine Ernährung aus? Nehme ich genau Ballaststoffe wie etwas Gemüse, Salat und Früchte zu mir?

Desweiteren, und das darf auf keinen Fall unterschätzt werden, spielt Stress, oder das Gefühl von gestresst sein, eine wichtige Rolle. Hier sollten Sie sich fragen: Komme ich zur Ruhe? Nehme ich mir die Gelegenheit zu Pausen? – Die Redewendung „ich muss etwas verdauen“ zeigt implizit, dass die Verdauung Zeit braucht. Obschon dies an sich ein physiologisch aktiver Vorgang ist, stellt die Entleerung selbst einen Zustand von Entspannung dar. Unser Schliessmuskel dient der Unterdrückung des ungewollten Stuhlgangs. Ist dieser überspannt, kann keine Entleerung erfolgen.

Ist die Verstopfung chronisch, d.h. immer wieder ein Problem, können pflanzliche Mittel Abhilfe schaffen. Bitterstoffe wie etwa Enzian, Wermut oder Tausendgüldenkraut sowie Gewürze wie Anis, Fenchel und Kümmel können hier helfen. Wer mehr tun will, kann auch sogenannte Füll- oder Quellstoffe verwenden: Legen Sie einen Teelöffel Lein- oder Flohsamen in einem Glas Wasser ein uns lassen Sie diese über den Tag quellen. Vor dem Zubettgehen trinken Sie diese Flüssigkeit (mit den Samen) sowie ein weiteres Glas Wasser. Diese Anwendung können Sie während mehreren Tagen wiederholen.

Written by geraldine

August 15th, 2016 at 1:40 pm

Die Reinigungskur: Auf direktem Weg zu Frühlingsgefühlen

Der Winter neigt sich dem Ende zu. Viele von uns freuen sich darauf, das Gefühl der Schwere und Kälte hinter sich lassen und die Türen dem leichten Frühling zu öffnen. Engagierte Hausfrauen- und Männer nutzen die Zeit um die Wohnung einem rigorosen Frühlingsputz zu unterziehen, alles auszulüften und startklar für die neue Zeit zu machen. Doch damit allein ist es nicht immer getan. Der Winter steckt in unseren Knochen, in unserem Lebensgefühl und manchmal auch auf unseren Hüften.

Klassisch waren bis anhin verschiedenste Variationen von Diäten. Alle bekannt durch schlagende Namen wie etwa „die Blitz-Diät“ oder die „Bikini-Diät“. Unser Körper, der uns jahrein jahraus treue Dienste erweist, hat jedoch etwas Besseres verdient: eine Reinigung  – ganz ähnlich wie unsere Wohnung. Abgesehen davon, dass Ihr Körper Ihnen die Regenerationszeit einer solchen Kur danken wird, verlieren Sie dabei ohne grosse Mühe auch ein paar der ungeliebten Kilos, die zwar nicht per se schädlich sein müssen, die aber dem ersehnten Gefühl der Leichtigkeit definitiv nicht mehr entsprechen.

Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, im Überangebot von Kuren jene zu finden, die tatsächlich wirkt. Eine Methode, die Sie garantiert zufrieden stellen wird, ist die sogenannte „Polarity-Reinigungskur“. Dem Wesen nach orientiert sie sich an den Weglass- und Aufbau-Kuren. Schritt für Schritt, lassen Sie Nahrungsmittel weg. Üblicherweise fangen Sie mit den sogenannten Reizstoffen wie Kaffee, Alkolhol und Weisszucker an. Dann, je nach Konstitutionstyp, fallen vorübergehend Fleisch, Fisch, Eier oder Milchprodukte weg. Was im ersten Moment verwirrlich scheint, ist in der Anwendung einfach. Zu empfehlen ist ein Kur-Zeitraum von 3 Wochen. In dieser Zeit kann es vorkommen, dass sich der Körper nach Weglassen des Kaffees mit Entzugserscheinungen wie leichten Kopfschmerzen meldet. Oder dass er mit Glieder- und Gelenkschmerzen auf den Fleischverzicht reagiert. Diese Symptome weichen aber rasch zu Gunsten einer neuen Eigenwahrnehmung.

Haben Sie erst einmal die gängigsten Nahrungsmittel weggelassen, so beginnen die effektiven Reinigungstage, die Sie mit spezifischem Tee und einer sogenannten Leberspülung (ein Ingwer-Früche-Olivenöl-Saft am Morgen) unterstützen und intensivieren können. Nach rund 10 Tagen geht es dann schon wieder an den Aufbau. Nach und nach werden alle weggelassenen Nahrungsmittel hinzugefügt, bis Sie wieder bei Ihrer alltäglichen Ernährung angelangt sind.

Diese Kur bietet sich natürlich besonders im Frühling an, aber auch im Herbst. Gute Resultate zeigen sich nicht nur in Bezug auf das Verlieren von zwei bis vier Kilos, sondern auch in der Nachhaltigkeit. Dadurch, dass Sie weder Kalorien zählen noch auf halbe Portionen umstellen, sondern Ihrem Körper die Chance geben, sich auf die jeweiligen Lebensmittel zu konzentrieren, stellen Sie auch ganz einfach Unverträglichkeiten fest. Viele Menschen verdauen Milchprodukte sehr schlecht, wissen das aber bis zum Zeitpunkt einer solchen Kur gar nicht. Andere wiederum klagen immer wieder über Gelenkschmerzen und stellen eine Verbesserung fest, nachdem sie auf dem täglichen Ernährungsplan das Fleisch reduzieren.

Von dieser Kur profitieren zudem besonders Menschen mit Allergien, aber auch Rheumatiker. Sich etwas Gutes tun, den Körper reinigen, eine Auszeit nehmen und noch überflüssige Pfunde verlieren, das ist jedoch ein Gesamtpaket, das sich für uns alle lohnt.

Falls Sie zum ersten Mal eine Kur machen, sollten Sie sich von einer Fachperson begleiten lassen. Fachwissen und mentale Unterstützung werden Ihnen helfen, sich gezielt auf den Frühling vorzubereiten!

Written by geraldine

March 25th, 2016 at 10:13 am

Schlafstörungen – der Traum vom Schlaf

Für viele Menschen ist es der Traum aller Träume: Einmal gut ein- und dann durchzuschlafen, um am nächsten Morgen erholt und ausgeruht zu erwachen. Die meisten Menschen, die unter nervösen Schlafstörungen leiden, wären schon mit sechs bis acht Stunden pro Nacht glücklich. Ein geruhsamer Schlaf ist für die Erholung und Regeneration des ganzen Körpers wichtig. Wer auf Dauer zu wenig schläft, riskiert Folgen wie Erschöpfung, Reizbarkeit sowie Konzentrations- und Aufmerksamkeitsmangel. Hinzu kommt die Gefahr, regelrecht auszubrennen. Denn ohne einen erholsamen Schlaf können die körpereigenen Batterien nicht wirklich aufgeladen werden.

Störfaktoren, die den Schlaf behindern, gibt es unzählige. Neben Stress und wiederkehrenden Gedanken sowie Grübeleien gehören zu viel Alkohol, Lärm, zu hohe Temperaturen oder Erkrankungen wie Sodbrennen, Erkältungen, nächtliche Atemstillstände oder unruhige Beine (Restless-Legs-Syndrom) zu den Verursachern.

Einen erholsamen Schlaf kann man zwar nicht herbeizaubern. Hilfreich ist jedoch eine spezielle Heilpflanzenkombination zum Beispiel in Form eines spagyrischen Sprays oder auch als Teemischung. Inhaltsstoffe, die sich besonders eignen sind unter anderem Baldrian, Taigawurzel, Melisse, Passionsblume, Hopfen oder auch Hafer. All diese Pflanzen wirken beruhigend und fördern den Schlaf. Als Spray werden die Substanzen schnell über die Schleimhaut aufgenommen und bringen auf natürliche Weise Entspannung vor dem Einschlafen oder beruhigen für ein schnelles Wiedereinschlafen in der Nacht. Die rein pflanzliche Einschlafhilfe kann bei akuten Beschwerden helfen, ist gut verträglich und macht nicht abhängig. Vor allem Abschaltstörungen am Abend, ausgelöst durch Sorgen im Beruf oder in der Familie, können schnell überwunden werden.

Im Gegensatz zu synthetischen Mitteln wird mit pflanzlichen Mitteln für die Nacht der Schlaf nicht erzwungen, sondern die natürliche Schlafbereitschaft erhöht.

Tipps für einen gesunden Schlaf

  • Koffein hat eine stimulierende Wirkung, die bei empfindlichen Menschen bis zu 14 Stunden anhalten kann. So sollte man nach 15 Uhr möglichst auf Kaffee, Cola, schwarzen und grünen Tee verzichten.
  • Alkohol am Abend hat eine zwiespältige Wirkung. Zum einen beschleunigt er zwar das Einschlafen, führt aber andererseits in der zweiten Nachthälfte zu Durchschlafproblemen. Daher besser in den letzten drei Stunden vor dem Zubettgehen keinen Alkohol trinken.
  • Auch ein voller Magen behindert den Schlaf, da eine erhöhte Magen- und Darmaktivität den Schlaf unruhiger und oberflächlicher werden lässt.
  • Intensiver Sport am späten Abend ist ebenfalls wenig empfehlenswert. Besser ist ein kurzer Spaziergang, um noch ein wenig frische Luft zu tanken
  • Wenn quälende Gedanken oder Sorgen plagen, sollte man sich eine Art Pufferzone einbauen und den Tag langsam ausklingen lassen.
  • Einschlafrituale stimmen zur Nachtruhe ein. Ob dieses persönliche Ritual eine Tasse Tee, das lesen eines Gedichtes oder ein Gebets ist, bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist aber, dass Sie auf elektronische Medien wie etwa TV, PC oder das Telefon verzichten.
  • Füsse und/oder Unterarme mit kaltem Wasser abduschen und gut abtrocknen, danach gleich ins warme Bett (eventuell bereits mit Bettflasche vorgewärmt) schlüpfen.
  • Helligkeit wirkt als Wachmacher und bringt die innere Uhr aus dem Takt. Seien Sie also dafür besorgt, dass Ihr Schlafzimmer zumindest über dichte Nachtvorhänge bedunkelt ist.
  • Die optimale Schlaftemperatur liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius. Wenn Sie die Fenster über Nacht nicht offen lassen möchten, öffnen sie diese während 10 Minuten vor dem Schlafengehen.
  • Das Bett ist nur zum Schlafen da. Nutzen Sie es nicht als Fernsehliege oder um zu essen, lesen, grübeln oder telefonieren.

Wenn Sie als Mensch mit Schlafstörungen durch all diese Tipps bereits müde geworden sind und es noch helllichter Tag ist: Halten Sie durch! Verzichten Sie auf den Mittagsschlaf und gehen Sie am Abend ins Bett, wenn Sie angenehm müde und entspannt sind. – Nur schon die Beachtung der oben erwähnten Tipps wird Ihnen beim Einschlafen grosse Dienste leisten und Ihnen zu einer guten Nachtruhe verhelfen!

Spagyrik, mehr als nur ein fremdes Wort

Das Wort „Spagyrik“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet nichts weiter als Trennen und Wiedervereinen. Letztlich bezeichnet es aber/oder: in erster Linie die Aufbereitung von Heilmitteln nach den Methoden der Alchemie. Gearbeitet wird vorwiegend mit Pflanzen und deren Essenzen.

Die Spagyrik ist ein seit Urzeiten bewährtes Heilverfahren. Dennoch ist sie in der modernen medizinischen Anwendung im Vergleich zu anderen Methoden relativ jung und in ihrer Eigenständigkeit noch kaum bekannt.

Durch den mehrstufigen Herstellungsprozess vermag die Spagyrik verschiedene körperliche und seelische Ebenen anzusprechen, ohne Nebenwirkungen zu verursachen. Diese Eigenschaft macht sie zur idealen Begleittherapie während akuter und chronischer Krankheiten sowie während symptomatischen und schwierigen Lebensphasen oder in der Schwangerschaft oder Stillzeit. Die Mittel können, in der richtigen Dosierung, immer und bedenkenlos angewendet werden und weisen bis auf einige wenige Pflanzen keine Kontraindikationen auf. Die Spagyrik ist vom Wesen her sowohl eine Verwandte der Pflanzenheilkunde als auch der Homöopathie. Eingenommen wird diese in Form eines Mundsprays, was eine schnelle Resorption/Aufnahme direkt über die Schleimhäute ermöglicht.

Eine jeweils individuelle Mischung, die auf die Bedürfnisse und Beschwerden des Klienten oder der Klientin zugeschnitten ist, ermöglicht eine umfassende Therapie, welche in dieser Form einzigartig ist. Eigene Prozesse können ideal begleitet und unterstützt werden.

Die Bandbreite der Möglichkeiten ist schier endlos und die persönliche Abstimmung auf Sie natürlich sehr fein. In meiner Arbeit erziele ich mit Spagyrik erstaunliche Erfolge, was mich immer wieder in meinem Wissendurst und meiner Faszination bestärkt. Viele unangenehme „Gebrechen“ sowie psychische Verstimmungen können durch die Verabreichung von Spagyrik gelindert werden. Auch habe ich mit der Spagyrik in der Begleittherapie von Krebspatienten positive Veränderungen erleben dürfen. Nichts desto trotz muss man realistisch bleiben. Für mich ist sie ein kleines Wunder, ich betrachte sie jedoch nicht als Zaubermittel. Bis heute ist es nicht möglich, unheilbare Krankheiten abzuwenden oder das Schicksal eines Einzelnen zu beeinflussen. Die Spagyrik lindert jedoch, und daher bin ich für dieses Konzept so dankbar, medikamentöse Nebenwirkungen und Schmerzen. Sie beeinflusst zudem das seelische Wohl.

Die Komplexität dieses Themas ist gross und das Finden der „richtigen Mischung“ umso schwieriger. Ein persönliches Gespräch, das mir ein Kennenlernen meines Gegenübers ermöglicht, ist somit unumgänglich. In der Behandlung muss ich Fragen stellen, welche vielleicht aus Ihrer Sicht wenig mit dem eigentlichen Grund der Konsultation zu tun haben. So mache ich mir das umfassende Bild von Ihnen und Ihrem Leben, das ich brauche, um die passende Zusammensetzung festzulegen. Durch die grosse Anzahl an spagyrisch aufbereiteten Pflanzen ist ein Therapieerfolg nicht immer auf Anhieb zu erwarten. Die Mischung muss angepasst und später erneut abgestimmt werden. Teilweise, weil diese nicht zu 100 Prozent gepasst hat, aber auch, wenn sich bei der Klientin oder dem Klienten etwas in der Wahrnehmung oder im Umfeld veränderte.

Die Folge davon: Wenn es sich nicht um eine einfache Erkältungskrankheit oder dergleichen handelt, muss die Behandlung über einen längeren Zeitraum erfolgen. Dadurch wächst die echte Beziehung zwischen mir und meinen Klienten, die letzten Endes den Erfolg erst ermöglicht.

Bewegung im Freien – der natürliche Stimmungsaufheller

Schon regelmässiges Spazierengehen hält Körper, Geist und Seele fit. Bewegung unterstützt den Körper in der Bildung von neuen Nevenzellen und erhöht die Konzetration von Tryptophan (Vorstufe des Botenstoffs Serotonin) im Gehirn. Ausdauertraining lindert Depressionen ebenso gut wie eine medimenkamentöse Behandlung mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (sogenannte SSRIs).

Lässt sich die regelmässige Bewegung im Grünen ausführen, wirkt sich das noch günstiger aus. Generell gilt: Je grüner das Wohnumfeld, und sei es nur eine Zimmerpflanze und ein Ausblick auf ein Stück Wiese, desto geringer das Risiko für Depressionen, Angststörungen und körperliche Erkrankungen.

Written by geraldine

December 16th, 2015 at 3:05 pm

Winterdepression – wenn sich der Rhythmus verschiebt

Obschon ein Jetlag für unseren Organismus eher ungewöhnlich ist, so lässt sich dieser doch auch mit dem Wandel der Jahreszeiten vergleichen. Das geht dann einfach viel langsamer.

Denn obwohl der Zeitpunkt des Zubettgehens oft stark variiert, stehen die Menschen an den meisten Tagen ungefähr um die gleiche Zeit auf. Im Winter bedeutet dies in nördlichen Breiten, schon zwei bis drei Stunden vor Sonnenaufgang wach zu sein. Der Schlafrhythmus ist damit mehrere Zeitzonen entfernt von seinem äusseren Taktgeber, dem Tageslicht.

Die Diskreptanz zwischen physikalischer Tageslänge und notwendiger “Alltagslänge” könnte die Ursache für körperliche und psychische Beschwerden sein. Umgangssprachlich auch Winterdepression genannt. – In nördlichen Breiten leiden zwehn bis dreissig Prozent der Erwachsenen in den Monaten Oktober bis März an depressiven Verstimmungen mit Gewichtszunahme, Apathie und Müdigkeit.

Im Winter erst bei Sonnenaufgang aufzusehen würde die Symptomatik lindern und den Organismus besser in seinem natürlich vorhandenen Rhythmus halten.

Written by geraldine

November 16th, 2015 at 1:34 pm

Morbus Bechterew: Mit pflanzlichen Mitteln neue und ergänzende Wege beschreiten

Eine Therapie mit pflanzlichen Arzneimitteln ist auch bei Bechterew-Betroffenen sinnvoll. Die sogenannte Phytotherapie hilft jedoch nicht immer auf die Art und Weise, die man zunächst erwartet. Wichtig ist, dass sich Klienten auf diese Methode einlassen, zugleich aber auch weitere Therapien weiter verfolgen.

RETO BALIARDA, Schweizerische Vereinigung Morbus Bechterew

 

Géraldine May, die in Zürich eine Praxis für Körpertherapie und Prozessbegleitung führt, übersetzt die Phytotherapie als Pflanzenheilkunde. Bei dieser werden, abhängig von der Darreichungsform, verschiedene Extrakte der jeweiligen Pflanze verwendet. «Von der Wurzel bis zur Blüte wird kann alles aufbereitet und zubereitet werden», erklärt sie.

Meistens seien es «austherapierte» Patienten, die May aufsuchen. «Diese Patienten haben schon alle möglichen Therapien der Schulmedizin ausprobiert, ohne nennenswerten Erfolg». In dieser Situation beginnen viele Betroffene zu suchen und sehen dann die Phytotherapie als neue Option. Und tatsächlich, so die Therapeutin, ist die Phytotherapie vielfach erfolgsversprechend. «Ich schätze, dass bei rund 80 Prozent der Patienten eine Linderung der allgemeinen Beschwerden eintritt», ergänzt sie.

Trotz dieser Aussage ist Géraldine May weit davon entfernt, die Phytotherapie als die ultimative Methode anzupreisen oder diese über die Schulmedizin zu stellen. Ihrer Erfahrung nach kann eine Phytotherapie dann zum nachhaltigen Erfolg führen, wenn sie in Kombination mit körper- und prozessorientierten Therapieansätzen zum Einsatz kommt. Weiter nennt sie die Bewegungstherapie, Übungen zur Körperwahrnehmung, Psychologische Beratung oder auch Ernährungsumstellung als sinnvolle Ansätze. Und natürlich seien pflanzliche Arzneimittel nicht nur als Ersatz von Medikamenten gedacht, sondern auch als Ergänzung. Dies obschon es durchaus möglich ist, dass phytotherapeutische Therapien pharmazeutische Medikamente vollkommen ersetzen, wie dies zum Beispiel bei einer Behandlung von Depressionen der Fall sein kann.

Leiden einer Bechterew-Patientin erfolgreich therapiert

Ebenso wichtig ist es, vor Therapiebeginn mit den Klienten über deren Erwartungen zu sprechen und ihnen aufzuzeigen, welche realistischen Ziele erreicht werden können. Manchmal weiche dann auch der Therapieansatz von der ursprünglichen Vorstellungen der Klientin ab. Diesbezüglich erinnert sich Géraldine May an eine Bechterew-Betroffene, die bei ihr in Behandlung war. Nach einem Erstgespräch einigten sie sich, dass das primäre Ziel der Therapie nicht die Herabsetzung der entzündlichen Schmerzen sei. Vielmehr sollte durch psychisch stabilisierende Massnahmen ein anderer Umgang mit dem Schmerz angestrebt werden.

Die Patientin wurde mit einer Urtinktur und einem spagyrischen Notfallspray* behandelt. Weitere Abklärungen, die beispielsweise das geeignete Bad betrafen, führten dazu, dass sich die Klientin zusehends entspannen konnte und ihr passiver Widerstand gegen die Schmerzen aufgeweicht wurde. Géraldine May bemerkt dazu: «Für mich gilt die Formel: <Schmerz multipliziert mit Widerstand ergibt Leiden>. Bei der Therapie mit der Bechterew-Betroffenen sind die Schmerzen als solche zwar geblieben. Doch da ihr innerer Widerstand weitgehend beseitigt werden konnte, hatte sich auch ihr Leiden verringert.» Die Interaktion von Körper und Psyche führte zu einer gesteigerten Lebensqualität, in der die Schmerzen anders wahrgenommen und sich dadurch subjektiv verringert hatten. Denn Schmerz, so die Phytotherapeutin, sei eine Zusammensetzung verschiedener Komponenten.

Vertrauen ist wichtig

Mit dem erfolgreichen Therapie-Beispiel der Bechterew-betroffenen Frau unterstreicht Géraldine May auch, wie wichtig das gegenseitige Vertrauen bei einer Phytotherapie ist. Vertrauen habe einen enormen Einfluss auf den Therapieverlauf, der wegen der meist langsameren Wirkung oft länger dauert. «Ein Klient, der vertraut, fühlt sich sicherer. Und das Sicherheitsgefühl hat eine positive, entspannende Wirkung auf das vegetative Nervensystem», unterstreicht sie die Bedeutung. Umgekehrt führe eine Therapie mit pflanzlichen Arzneimitteln bei Patienten mit einer gleichgültigen oder ablehnenden Haltung kaum zum Erfolg. Es sei denn, das Vertrauen der Klienten kann rechtzeitig gewonnen werden. Ebenso wichtig für den Erfolg einer Phytotherapie sei die Eigenverantwortung des Klienten.

Nicht zuletzt wegen der grundsätzlich langsameren Wirkung kommt laut Gédaldine May die Phytotherapie längerfristig zum Einsatz. Es sei eine «Investition ins Leben».

*Als «Spagyrik» bezeichnet man die Aufbereitung von Heilmitteln nach den Methoden der Alchemie