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Bluthochdruck – Der Wolf im Schafspelz

Sie fühlen sich wohl, führen ein Leben wie die meisten anderen Menschen auch und haben keinen Grund zum Arzt zu gehen. Warum auch, wenn es Ihnen gut geht? Wahrscheinlich ist Ihnen der Begriff „Bluthochdruck“ nicht fremd. Doch genauso wahrscheinlich ist, dass Sie sich nicht damit befasst haben, denn es geht Ihnen gut. Warum also sollten Sie einen zu hohen Blutdruck haben?

Genau das ist das Problem und das ist der Grund, warum der Titel dieses Artikels „der Wolf im Schafspelz“ heisst. Bluthochdruck macht sich lange Zeit nicht bemerkbar. Uns ist weder schlecht, noch fühlen wir uns müde, noch haben wir ein komisches Kribbeln. Nichts, einfach nichts.

Die Hypertonie (lat. Bluthochdruck) ist zu einer echten Volkskrankheit geworden. Fast jeder vierte hat erhöhte Werte (140/90 und höher). Unterschieden wird zwischen der primären Hypertonie (80 – 90 Prozent aller Fälle) bei welcher die Ursache weitgehend unbekannt ist und der sekundären, welcher meist Nieren- oder hormonelle Erkrankungen zu Grunde liegen.

Bluthochdruck ist einer der Risikofaktoren für Arteriosklerose bzw. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzschwächen. Seine auslösenden Faktoren werden meist zuerst in einer ungesunden Lebensweise gesucht: Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress und Anspannung. Eine Hypertonie verläuft schleichend, bleibt lange unbemerkt und zeigt sich, über die Monate und Jahre hinweg mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Gesichtsrötung durch Blutfülle im Kopfbereich, Schwindelgefühl, Kurzatmigkeit, Sehfeldveränderung der Augen oder auch Ohrensausen. Die gravierendsten Komplikationen sind der Herzinfarkt und der Schlaganfall.

Ziel einer Behandlung des Bluthochdrucks ist nicht nur dessen Senkung, sondern vor allem die Prävention betreffend Herz- und Gefässerkrankungen.

Naturheilkundliche Massnahmen, die unterstützen, vorbeugen und blutdrucksenkend wirken:

  • Autogenes Training, Qi Gong, Yoga oder Formen der Körperarbeit, resp. Therapie
  • Eine gute Massage kann zur inneren Entspannung beitragen, vor allem, wenn Ihr Bluthochdruck durch Stress bedingt ist
  • Schröpfen wirkt beruhigend und regt, genau wie die Massage, die Durchblutung an
  • Unterstützend wirkt die Kneipp-Wassertherapie: kalte und wechselwarme Anwendungen (Wechselduschen), Arm- und Fussbäder (bewirken eine zentrale Kreislaufentlastung) und ein gemässigtes Ausdauertraining wie Wandern, Schwimmen oder Radfahren.
  • Die Schlangenwurzel in Form von Spagyrik (Rauwolfia serpentina) ist das stärkste pflanzliche Bluthochdruckmittel. Die Mistel ist gut bei „labilem“ Bluthochdruck. Auch Knoblauch und Knoblauch-Kapseln sind allgemein zu empfehlen. So wie der Weissdorn, der sich bei bestehenden Herzschwächen sehr bewährt hat.

Selbstverständlich sind die erwähnten Möglichkeiten nur allgemeine Tipps, die zusätzlich unterstützen, falls Sie sich bereits in Behandlung befinden. Ist dies nicht der Fall, lohnt es sich, eine individuelle Therapie mit abgestimmten Mitteln zusammenzustellen. Jeder Mensch ist anders und das trifft auch auf den Bluthochdruck zu. Dieser Tatsache muss durch ein Einzelgespräch Rechnung getragen werden.

Falls Sie kein eigenes Messgerät besitzen, können Sie den Blutdruck bei Ihrem Hausarzt oder in der Apotheke überprüfen lassen. Denn vorbeugen ist besser als heilen.

Körpertherapie – Gesundheit fördern

Was ist eigentlich Körpertherapie? Wie das Wort schon vermuten lässt, handelt es sich hier um Therapieformen welche sich mit unserem Körper beschäftigen.

Theoretisch gehören die Physiotherapie und Massagepraktiken ebenfalls dazu, praktisch wird an dieser Stelle aber eine Unterscheidung zu jenen Formen gemacht, welche sich nebst den rein körperlichen Symptomen auch um jene der Psyche kümmern, also ganzheitlich sind. Wenn Sie an dieser Stelle meines Artikels die Nase rümpfen und glauben, dass es gleich mit „esoterischen“ Weltanschauungen weitergeht, kann ich Sie beruhigen. Dank den vielschichtigen Forschungen Seitens der Neurowissenschaft, wissen wir heute, dass alle psychischen Vorgänge unmittelbaren Einfluss auf unsere körperlichen ausüben und umgekehrt. Konkret heisst das, dass eine Massage sehr wohl einen Bezug zu unserem seelischen Wohlbefinden hat, wenn auch die Absicht des Massierten eine andere sein mag. Nichts desto trotz ist der Rahmen, in welchem eine Körpertherapie stattfindet in der Regel ein anderer als während einer Massage. Das begleitende Gespräch spielt hier eine tragende Rolle und Prozesse werden in einer konstruktiven Form unterstützt.

“Die einzige Möglichkeit zur Veränderung liegt im Hier und Jetzt!”

Vor allem chronische Leiden, diffuse Krankheitsbilder oder aber auch lebenseinschneidende Erlebnisse und Diagnosen, können Mittels solcher Formen von Therapie gut behandelt werden. Dabei geht es nicht um eine „Wunderheilung“, sondern um Linderung der Beschwerden und das Finden eines neuen, lebens- und gesundheitsbejahenden Aspektes. Ein verbessertes Körpererleben ermöglicht eine rasche Steigerung der Lebensqualität auf psychischer und psychosomatischer Ebene. Um das zu erreichen ist es notwendig, den Körper als Teil von uns wahrzunehmen, auf ihn zu hören und ihm Beachtung zu schenken.

Die eigentliche Behandlung ist ausserordentlich sanft und angenehm. Klienten nehmen diese Therapieform als entspannend und auch beruhigend wahr. Nach einem Erstgespräch zwischen Klient und Therapeut, das in der Regel mehr Zeit in Anspruch nimmt als die darauf folgenden Behandlungen, legt sich die zu behandelnde Person bekleidet auf eine Massageliege. Der Beginn der Behandlung variiert nach Situation und Beschwerdebild. Ein Abtasten entlang der Wirbelsäule mit leicht dosiertem Druck reicht, um Stauungen, Blockaden und Verspannungen zu lokalisieren. Mithilfe feiner Grifftechniken werden diese gelöst. Durch subtile Berührung im Dialog mit Ihrem System können sich Störungen, die oft auch auf alte Körpermuster und Traumatisierungen zurückzuführen sind, in den feinen Bewegungen von Knochen, Membranen und Flüssigkeiten zeigen und mit der innewohnenden Ordnung wieder in Einklang kommen. Nach dem Erstgespräch sollte pro Sitzung eine Stunde eingerechnet werden. Wie oft eine Behandlung wiederholt wird, ist vom jeweiligen Beschwerdebild abhängig und muss daher individuell definiert werden. Die besten Erfahrungen werden gemacht, wenn nach der Stabilisierungsphase eine so genannte Erhaltungsphase folgte. Die in relativ kurzen Intervallen (alle zwei bis sieben Tage) erfolgte erste Behandlungsphase wird langsam reduziert und findet im Sinne der Prävention danach noch etwa alle zwei bis vier Wochen statt.

Written by geraldine

April 2nd, 2013 at 1:55 pm