«Hier und Jetzt»: der Blog

Keine Ratschläge

Menschen verteilen gerne Ratschläge. Offenbar fühlen wir uns gesehen, geschmeichelt und klug, wenn wir anderen sagen dürfen, was wir an ihrer Stelle tun würden. Das hat auch damit zu tun das wir oft klüger sind, wenn wir anderen Ratschäge geben, als wenn wir selber Entscheidungen treffen, weil wir mehr Abstand zu den Problemen anderer Menschen haben als zu unseren eigenen.

Allerdings: Oft helfen Ratschläge nicht wirklich weiter.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Vielleicht wurden wir gar nicht um Rat gefragt. Vielleicht haben wir keine Ahnung vom Thema. Oder vom Gegenüber. Oft passiert beim Ratgeben auch das, was der Soziologe Charles Derber Gesprächsnarzissmus nannte: Wenn wir jemanden zu etwas raten, geht es eigentlich um uns selber. Wir wollen zeigen wie lebenserfahren und einfühlsam wir sind. Wir haben das Gefühl, dass wir auch schon mal so etwas erlebt haben und wüssten, was zu machen ist. Aber wir wissen es nicht. Denn es ist nicht dassele. Es ist nie dasselbe. Jede Erfahrung ist individuell.

Wenn wir ehrlich sind, ist es wohl oft auch so, dass wir gar keinen Rat brauchen. Wir wollen bloss erzählen, wie es uns geht. Dass wir vor einer grossen Aufgabe stehen. Oder in der Klemme stecken.

Wenn wir erzählen, wie erschöpft wird sind, heisst das nicht, dass wir fragen, was man dagegen tun kann. Wir suchen in solchen Momenten nicht nach Rat, sondern nach Mitgefühl. Wir wollen nicht hören, was das Gegenüber denkt, sondern wir wollen, dass es zuhört. Und dieses Zuhören ist wesentlich wichtiger und hilfreicher als ein konkreter Rat.

Das Grösste, was Sie einer Person schenken können: ihr einfach zuhören, ohne sie zu unterbrechen.

 

Quelle: Krogerus & Tschäppeler

Written by geraldine

September 6th, 2022 at 1:56 pm

Mut

Was zählt, ist nicht die Grösse der Aufgabe, sondern das Ausmass des Mutes.

(Matthieu Ricard)

Written by geraldine

Januar 2nd, 2021 at 1:19 pm

Stille – offline

Kennen Sie das: Sie freuen sich schon die ganze Woche auf die freien Tage am Wochenende. Möchten ausschlafen, nichts tun und einfach in den Tag hineinleben. Und dann ist es endlich da. Das freie Wochenende. Und das Schlimmste: wir wissen nichts mit uns anzufangen; zumindest nicht wirklich – oder halt schon, sind aber gerade ein bisschen träge…

Also greifen wir zum Handy. Surfen, verdaddeln die Zeit und bestreiten den so lange herbeigesehnen, freien Tag mit dem Beschaffen von vielen, vielen unwichtigen Informationen.

Seien Sie mutig, entscheiden Sie sich für ein „Offline-Wochenende“. Schalten Sie Handy, iPad und PC aus. Das mag im ersten Moment Unruhe schaffen, im zweiten aber wirklich auch echte Freiräume. Vielleicht stöbern Sie durch die entlegendsten Ecken Ihres Kleiderschrankes, lesen ein Buch das wirklich Musse braucht oder machen, ja, einen Mittagsschlaf.

Wäre das nicht ein Wochenende so wie Sie es sich schon lange erträumt hatten? – Seien Sie mutig, gehen Sie offline. – Ein Versuch ist es allemal wert!

Written by geraldine

Dezember 17th, 2020 at 1:26 pm

Wie Innen so Aussen

„Ganz allmählich begann er zu ahnen, dass er jahrelang mit einem Irrtum gelebt hatte. Es war gar nicht wahr, dass Abgrenzung hiess, sich abzuschirmen und einzumauern wie in einer inneren Festung. Worauf es ankam, war etwas ganz anderes: dass man, wenn die anderen es erfuhren, furchtlos und ruhig zu dem stand, was man im Inneren war.“

Written by geraldine

November 30th, 2020 at 2:08 pm

Kleine Aufgaben

Es gibt keine grossen, schwierigen Aufgaben, die nicht in kleine, einfache Aufgaben zerlegt werden können.

(Buddhistische Lebensweisheit)

Written by geraldine

November 25th, 2020 at 2:15 pm

Natur als Therapie

Kürzlich habe ich in einem „Krims-Krams-Laden“ eine Postkarte entdeckt, auf welcher „Natur is better than therapy“ stand. – Ein sehr weiser Satz.

Die meisten von uns kennen Zustände und Momente der Unruhe. Lautes Gedankenkreises, Rastlosigkeit und Anspannung.

Es gibt reichlich Studien und Forschungsergebnisse welche belegen dass das Grün der Natur beruhigend auf unsere Seele wirkt, frische Luft das Immunsystem stärkt und Bewegung gesund hält. Aber ganz ehrlich: um das zu wissen brauchen wir keine sogenannten „Beweise“. Jede und jeder der sich schon einmal in der Natur bewegt hat, kennt den wohltuenden Effekt.

Sollten wir uns also wieder einmal in einem Zustand der Unruhe ertappen, gibt es nur etwas: Anziehen und raus in die Natur. Egal ob Sonne oder Regen. Ein Spaziergang in der Natur ist schlicht und einfach das beste Erste-Hilfe-Mittel.

Written by geraldine

Oktober 18th, 2020 at 2:12 pm

Das Leben ist kein Wunschkonzert

Das Leben ist kein Wunschkonzert – und es stellt auch nicht die Frage nach Gerechtigkeit. Das Leben ist das Leben – wor wir wollen oder nicht. Die einzige Chance, die wir haben, ist, es nach unseren Möglichkeiten zu nutzten,

Written by geraldine

Mai 18th, 2020 at 9:13 am

Ausgewogenheit ist die Disziplin die uns Flexibiliät gibt.

Written by geraldine

Mai 4th, 2020 at 7:59 am

Resilienz als Entwicklungsprozess

Resilienz ist schlussendlich ein Entwicklungsprozess der im Leben selbst entsteht. Alle Dinge die wir bewältigen konnten, geben uns das Gefühl von mehr Handhabbarkeit resp. Selbstermächtigung.

Resilienz unterliegt einem Kontinuum. Es heisst nicht das belastende Situationen uns nicht ausrauben und entkräften können; Resilienz beschreibt die Fähigkeit uns wieder von Etwas zu erholen.

Quelle: Der resiliente Mensch

Written by geraldine

April 26th, 2020 at 8:51 am

Resilienz ist ein Muskel

Nicht resilient sein ist anstrengend. Deshalb lohnt es sich die eigene Resilienz wie einen Muskel zu trainieren. Eine regelmässige Praxis gibt uns die notwenige Stabilität um mit dem zu gehen was von aussen kommt.

Written by geraldine

April 19th, 2020 at 7:48 am